Ölsorten GR Yaris

Cooler Zufall, jemanden mit japanisch Kenntnissen zu kennen ist natürlich auch sehr praktisch in unserem Forum :grinning_face:

Okay, da hätte ich allerdings etwas anderes vermutet :smiling_face_with_tear:

Es ist aber auch nicht von der Hand zu weisen das vor allem die erste Generation des GRY Motors (bestimmt auch die zweite, wahrscheinlich aber etwas weniger) an einer schlechten Abdichtung der Kolbenringe leidet, und somit mit den entsprechenden Problemen zu kämpfen hat.

Dazu gehören erhöhtes blow-by mit höherem Ruß und Kraftstoff Eintrag ins Öl, sowie im Umkehrschluss vermehrt Öl im Brennraum, welches dazu neigt klopfen zu verursachen (deshalb auch die höchste LSPI Stufe benötigt wird).

Dazu kommen dann noch Dinge wie ein unter hohen Beanspruchungen nicht so stabiler Ölfilm und die Tatsache dass Motoren mit 0W Ölen allgemein eine kürzere Lebensdauer haben, durch den erhöhten Verschleiß, der zugunsten der Kraftstoffersparnis in Kauf genommen wird.

Was aus Erfahrungsberichten und Informationen von Spezialisten hervor geht, ist das so ziemlich jeder moderne Motor der mit 0W Öl ausgeliefert und Betrieben wird mit diesen und weiteren Problemen zu kämpfen hat. Was einzig und allein an der geringen Viskosität des Öl’s liegt.

Dir wird das Video gefallen bzw. wahrscheinlich auch aus der Seele sprechen:

In dem Video sind auch Rückrufe von Toyota wegen 0W20 mit drin.

Achja, noch eine Sache…

Die GR Supra wird von Toyota mit 0W20 ausgeliefert und gewartet.
BMW hat den B58 für 0W20, 5W30 & 5W40 freigegeben.

Beim 24h Nürburgring dieses Jahr fuhren die von Toyota gestellten GR Supra’s mit 5W40.

Diese Modelle kann man doch nicht miteiander vergleichen. Der 3cyl ist ne Toyota eigen/neuentwicklung. Die wenigsten von uns pruegeln diese Motoren dauerhaft unter Extrembedingungen.

Irgendwas werden die Motorenbauer in Japan schon getestet haben, damit das Aggregat auf 0w20 daherkommt. Und immerhin halten sie fuer ne sehr lange Zeit den Kopf dafuer hin.

Waere mal interessant zu wissen ob man 2 Motoren 1:1 miteiander vergleichen kann (verschleiß, schmierung etc…) wenn man sich vom 0w20 verabschiedet und einfach was anderes einfuellt. Fuer mich ist die ganze Diskussion ueber Oelsorten schwierig einzuordnen wenn‘s keine belastbaren (Mess)Faktoren gibt.

So n Pruefstand wo man 5-10tkm Intervalle durchsimuliert, das Ganze 10x wiederholt und dann den Motor bis auf die letzte Schraube auseinander nimmt. Haette wenigstens etwas mehr Aussagekraft :smiley:

Tatsächlich ist mir der Typ mit seinen Videos nicht ganz so sympathisch und belegbar aussagekräftig. Da tendiere ich lieber zu Videos von RAVENOL etc, aber das ist wohl auch etwas Geschmackssache.

Ja, man kann die Motoren nicht wirklich miteinander vergleichen, allerdings unterliegen die alle den gleichen physikalischen Gesetzen. Das erkennt man auch gerade daran, das die verschiedensten Motoren quer Beet durch sämtliche Hersteller Probleme mit den 0W Ölen aufweisen und das obwohl sie dafür entwickelt wurden.

Die Tatsache dass die Hersteller auf die Problematik mit einfachem um Ölen reagieren, zeigt auch dass die Motoren damit klar kommen und zwar besser… ansonsten würden es die Hersteller erst gar nicht machen.

Das mit Prüfstand etc ist meiner Meinung nach zu aufwendig, kostenintensiv und zu weit weg vom Alltagsbetrieb.

Wenn dann kann man sowas im Alltag testen und schauen ob der eigene Motor länger durchhält als andere aus dem Forum oder Bekanntenkreis :laughing:

Danke für die Info, wurde mir zufälligerweise auf der YT-Startseite empfohlen.

Ich lasse mein Motoröl alle 6 Monate wechseln und im Oktober (zum Winterbeginn) bin ich wieder dran.
Werde dieses mal 5W30 Kaufen & einfüllen lassen.

Ich kann gerne in gewissen Abständen Updates geben, insofern gewünscht.

Ich behaupte mal sehr Böse: Erfüllung von Flottenemissionen Euro 6.
Da wird jedes bisschen Effizienz im einstelligen Bereich mitgenommen, um es irgendwie doch auf den Markt werfen zu dürfen.

Anders könnte ich mir nicht vorstellen, warum der Rallye2 G16E-GTS mit höheren Viskositäten fährt.
Toyota weiß etwas, kann aber nichts offizielles bestätigen weil sie sich dann selbst Torpedieren würden weil sie ja die Autos mit 0W20 Co2 g/km homologiert haben.

Mir ist übrigens auch ein 3zylinder Turbo Motor von VW bekannt, welcher mir 0W20 ausgeliefert wird, von VW aber ebenfalls eine Freigabe für 5W30 hat…

Nur mal so ein random Beispiel.

Gruß Manuel

Kannst gerne berichten, auch per PN wenn du willst, bin da sehr interessiert, obwohl ich mir schon denken kann wo die Reise hingeht :wink:

Wirst du dann das empfehlene von Ravenol einfüllen lassen? Das hat ja mittlerweile auch eine höhere LSPI Stufe als das Toyota Öl….

Alles cool, ich find die Diskussion ja spannend :smiley:

Nur fehlt mir ein wenig das ‚Fleisch‘ an dem Thema. Wenn so n Motor auseinanderfliegt dann kann das an ziemlich vielen Dingen liegen. Ich wuesste einfach gerne wieso n dickeres Oel ‚besser‘ ist. Verschleißbild 2er Motoren aufm Pruefstand nach x Zyklen waere mal n Anfang :smiley:

Dass der Ursprung dieser Oele die Einhaltung der Abgasnormen ist, ist mir durchaus bewusst. Wissen wuerd ich trotzdem gern was fuer nen Verschleißbild solche Motoren mit unterschiedlichen Oelen aufweisen…

Ja, ich lass das DXG 5W30 einfüllen :slight_smile:

Ich lasse übrigens auch bei jedem Motorölwechsel, seitdem ich die Schwallbleche einbauen lassen habe wo das ganze Motor-/Öl-Thema zum ersten mal aufgekocht ist (höhö), 4,8L Motoröl einfüllen :wink:

Edit: Updates gebe ich dann entweder hier im Thread (insofern Resonanz Zivilisiert), ansonsten per PN.

Im Prinzip geht es bei dem “dickeren” Öl im Endeffekt nur darum dass du einen dickeren Ölfilm im kompletten Motor an haften hast, welcher auch nicht so schnell ab fließt wie bei dem “dünnen" Öl.

Dadurch hast du vor allem in den Zylindern eine bessere Gas Abdichtung zwischen Kolben, Kolbenringen und Zylindern und damit weniger blow-by, welches ua das Öl zusätzlich schädigt. Zusätzlich natürlich einen dickeren und belastbareren Ölfilm und in den Gleitlagern des Motors nicht mehr die Feststoff Mischreibung die am wenigsten Wiederstand bietet.

Stattdessen hast du größtenteils eine hydrodynamische Reibung welche am wenigsten Verschleiß, aber auch etwas mehr Verbrauch bedeutet.

Aber um alles auf zu dröseln müsste man wohl etwas wie eine Bachelor Arbeit schreiben :rofl:

Sehr gut, hast du zufällig mal ne Öl Analyse machen lassen oder hast es noch vor?

Kannst du mir mal bildlich machen wo bei 4,8l dann das Öl am Peilstab steht bei Betriebstemperatur?

Ich traue mich nicht über Max zu gehen bei heißem Öl.

Ja das Thema ist leider wirklich sehr theoretisch wenn’s nicht jemand macht und dann regelmäßig davon berichtet.

Aber jetzt haben wir ja mindestens einen Kandidaten der sich praktisch an das Thema heran traut und auch (noch) gewillt ist zu berichten.

Das finde ich lobenswert.

Ich versuche beim nächsten mal daran zu denken ‘nen Foto davon zu machen.

Ich für meinen Teil mache mir da überhaupt keine Sorgen, da die Kurbelwelle nicht im Öl planschen kann.

Edit: Ich fahre jetzt schon gute ~1,5 Jahre mit 4,8L Öl herum.

Danke dir, am besten mit nem Lineal nebendran oder so :sweat_smile:

Naja irgendwann ist das Öl so hoch dass es über dem Ölhobel steht, und spätestens dann planscht die Kurbelwelle im Öl :laughing::see_no_evil_monkey:

Aber frag mich nicht wie viel Liter man dafür überfüllten muss, möchte es auch gar nicht ausprobieren.

Ach du, manche aus dem UK-Forum haben sogar schon ‘nen Liter überfüllt und keine Probleme gehabt.

Von daher… :rofl:

Edit: Ich würde dir ‘nen Bild machen sobald frisches Öl drinne ist, ist denke ich am Sinnvollsten.

Edit 2: Ölanalyse kann ich gerne mal nach 6 Monatiger Nutzung mit dem 5W30 machen lassen.

Die 4,8l hab ich jetzt auch schon mehrfach aus zuverlässigen Quellen vom Fach gelesen, bzw die 0,5l überfüllen, das wird schon passen.

Es wäre aber auch praktisch den Punkt am peilstab zu kennen und sich vielleicht sogar eine zweite Markierung zu machen.

Ich habe kurz vor dem ersten Ölwechsel eine Probe gezogen und bei Oelcheck.de analysieren lassen.

War im großen und ganzen unauffällig bis auf ein erhöhter Kraftstoff Eintrag und erhöhter Verschleiß ( der Verschleiß ist wohl auf das Einfahren zurückzuführen), aber nichts davon im kritischen Bereich.

Also ich fahr seit diesem Jahr das 5W30 von Ravenol und habe bemerkt, dass mein Öldruck seither wesentlich stabiler bei 4 Bar verharrt und nicht mehr so stark nach unten schwankt

Wahrscheinlich schwankt es nicht mehr so stark nach unten weil es nicht so super flüssig wird wenn es warm ist.

Ich habe im Oilclub-Forum jemanden angetroffen, der durch mehrere Ölanalysen herausgefunden hat, dass das Toyota OEM 0W20 GR Yaris Öl nach 1 Jahr/10000km nur noch die Konsistenz von einem 0W16 hatte.

Wie empfindest du die Laufruhe vom Motor, seitdem du 5W30 einsetzt?
Bei meinem ersten umölen auf 5W30 lief der Motor deutlich ruhiger und nicht mehr so “rau” (damit meine ich nicht den Sound!).

Wie empfindest du das Fahrverhalten des Motors seit dem um Ölen vor allem im Bereich von unter 2000U/min ?

Und ist dir Bei den ersten Malen nach dem um Ölen als du volle Leistung bis Drehzahl Ende abgerufen hast etwas ausgefallen?