GR Yaris CUP Projekt

Passiert. Konnten gestern eine Runde fahren.

Ist halt die Eifel.

Heute mal ein kurzes Update zum Projekt.

Thema Bremsbeläge
Die serienmäßigen Beläge haben ihren Job gemacht, aber ich wollte etwas mit mehr Biss und vor allem besserer Standfestigkeit bei höheren Temperaturen. Die Wahl fiel auf die Endless N84M, vorne und hinten.
Ehrlich gesagt war ich positiv überrascht wie entspannt der Wechsel war. Unter einer Stunde, Vorder- und Hinterachse komplett und das ohne Hektik.

Auf der Straße ist der Unterschied bereits leicht spürbar. Hätte ich nicht erwartet.
Ich bin gespannt was die Beläge auf der Nordschleife und in Hockenheim abliefern, das werden die ersten richtigen Test.

Und bin auch mal gespannt wie sie im Alltag sind.

Updates folgen selbstverständlich.

Geile Nummer, bin gespannt wie es weiter geht. Ich bleibe aufjedenfall dran und vllt sieht man sich bald am Ring wenn meiner ausgeliefert wurde.

Hockenheim war beinahe das Ende der Reise.

Am Sonntag waren wir in Hockenheim auf der Rennstrecke, Pistenclub, ganzer Tag. GR Yaris, GP-Kurs. Das Ziel war simpel: rausfinden, was das Auto kann und wo die Grenzen liegen. Naja. Die Grenzen haben wir gefunden.



Stint 1 — Michelin PS5

27 PSI vorne, 26 hinten. 9 Runden gezeitet. Das Auto hat sich richtig gut angefühlt, das Fahrwerk arbeitet sauber, Linie hat gepasst. Ein paar Porsche eingesammelt, für nen Entwicklungstag völlig okay.

Dann die Messung: Reifendruck vorne 37 PSI heiß. Öltemperatur 120°C. Getriebe 105°C. Naja, Drücke korrigiert, weiter.


Stint 2 — Da fängt es an

6 Runden, dann war Schluss. Das Bremspedal wird langsam.

Also: Abbruch, zurück in die Box, abkühlen lassen.


Stint 3 — Nankang AR1

Auto abgestellt, alles überprüft: alles in Ordnung, es war nur leichtes Fading. Nach einer Probefahrt auf dem Gelände das Go für Stint 3. Also AR1 Semi-Slicks drauf, 26 PSI rundum, nochmal raus.

Runden 1 bis 4: richtig geil. Die AR1 sind ne andere Welt — direkt, präzise, das Auto kommuniziert sofort. Flow.

Runde 5. Mercedes-Tribüne. Circa 170 km/h. Bremse.

Aus dem Nichts. Ohne jegliche Ankündigung. Pedal geht komplett durch. Kein Widerstand, kein Greifen, nichts. Totalversagen.

Kies. Gegengelenkt. Auto gehalten. Kein Einschlag.



Danach war der Tag rum. Vordere Sättel defekt, Scheiben blau, Beläge teilweise aufgelöst. Auto auf den Trailer, ab nach Hause.



Hebebühne

Zu Hause direkt auf die Bühne. Achsvermessung, alles durchgeprüft — Fahrwerk, Querlenker, Karosserie. Ergebnis: alles gerade. Felgen haben strukturell nichts abbekommen, nur ein paar Macken. Das Auto hat das besser weggesteckt als die Bremsanlage.



Steine.

Heute dann die Kieselsteine überall rausgeholt. Unterboden, Bremsenbereich, Motorraum — überall. Ein ganzer Haufen. Sah aus wie nach nem Strandurlaub.



Und jetzt?

Jetzt steht der nächste Umbau an. Wahrscheinlich der unvernünftigste, den man machen kann. Aber ich brauch ihn. Hockenheim hat ziemlich deutlich gezeigt, dass die Serienbremse hier nicht reicht. Punkt.

Das Auto kommt zurück. Richtig vorbereitet diesmal.


Für die, die sich fragen, wie ich das geschafft habe

Ich bin früher Rennkart gefahren. Ohne ABS. Da stellst du die Bremsbalance selber ein, so, dass die Vorderreifen gerade nicht blockieren, wenn du voll draufsteigst. Dadurch habe ich mir angewöhnt, sehr spät und sehr hart zu bremsen. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum die Bremse draufgegangen ist. Dazu kam, dass die Ankerbleche noch montiert waren und keine zusätzliche Kühlung verbaut war… nur die originale.

Im Endeffekt war das ein technischer Fehler. Hätte lieber nen Fahrfehler gehabt, ehrlich gesagt. Aber es war Technik.


Warum ich das alles mache:

Ich will mit meiner Firma diese Tests fahren, entwickeln und am Ende ein fertiges Produkt haben! Ein Fahrzeug, das wirklich auf Grand-Prix-Strecken funktioniert. Damit andere nicht die Erfahrung machen müssen, bei 170 ins Kies zu fliegen, sondern ein gut aufgebautes Auto haben.

Da, wo Toyota aufgehört hat, fangen wir jetzt an.


Wer das Projekt unterstützen will oder einfach die Reise verfolgen möchte, ich freu mich über jeden Follower: @chris_pisarski_ auf Instagram. Bisschen Eigenwerbung muss sein. :grinning_face_with_smiling_eyes: Ich hoffe das in Ordnung.

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Servus,

welche Beläge und Bremsflüssigkeit fährst du denn?

Hatte ähnliche Erfahrungen aud der Nürburgring GP Strecke nach vier Runden.

Hatte RSL 29 an Vorder- und Hinterachse verbaut und war sehr überrascht das die Bremse nach so

kurzer Zeit durchfällt.

Bauen jetzt noch Stahlflexleitungen ein und vernünftige Bremsflüssigkeit und probieren es wieder

Grüße

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Moin @Chris_P

Schoener Bericht und zum Glueck keinen Einschlag erlitten.

Durch den breiteren Reifen wird die Serienmaessig verbaute Frischluftzufuhr der Bremse blockiert.

Gruesse

Ich denke auch, durch die Breiten Räder und dazu noch kleiner kommt kaum noch Luft an die Bremse.

Was hast du denn nun vor? Welche Bremse wird verbaut?

R325+

Stahlflex

VA+HA N84M (ähnlich wie MA45B)

Würde dir raten nicht ohne zusätzliche Kühlung und ohne geänderte Ankerbleche zu fahren.

Zu 100% und Danke für dein Feedback

Thema 17” Zoll ist eh vorbei.

Werde eine 6 Kolben Bremse verbauen bzw. Wird nächste Woche verbaut.

Mit Pagid RSL29 Vorne und Hinten bleibt N84M

Plus neue Ankerbleche, Motul RBF700 und zusätzlich Kühlung

Und dann noch Bremsscheibentemperatursensoren sowie auch Bremsflüssigkeittemperatursensoren in jeden Sattel

Danke für den Erfahrungsbericht.

Notiere mir als Limit 169km/h. :smiley:

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Ich hoffe das ist Ironie.

Am besten lernen wir alle draus und verbauen eine Bremskühlung und entfernen die Ankerbleche bzw. Tauschen diese.

Was ich auch noch Empfehlen kann, ist die Bremsscheibe von Vorne Links nach Vorne Rechts zu tauschen und umgekehrt auch.

dann funktioniert die Belüftung noch besser

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Moin,

Ihr schreibt immer von “anderen” Ankerblechen. Welche sind denn da so gängig?

Grüße

Christian.

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Ich mach jetzt Werbung für Andy, aber er baut auch meine Bremse um.

Ich würde diese empfehlen plus den ABS Sensorschutz, damit dir dein ABS nicht ausfällt.

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Sieht ja alles profimäßig aus, aber es fehlt an Professionalität, sorry wenn ich das so hart sage. Pures Glück, dass du weder dich noch Andere abgeräumt hast. Wenn schon mit Grip derart angezogen wird, muß vorher Bremse & Kühlung passen. Hoffe, es lernen Leute daraus … mir sind schon zu oft „Bremsenversagen“ bei Trackdays untergekommen und es war stets das selbe: Semis und breitere Reifen drauf klatschen, am Liebsten noch aggressive Beläge auf die Serienscheibe und ab damit. Egal welche Marke oder Fahrertypen … selbiges dann auch für Tuningpakete ohne CatchCan bzw. Ölkühler. Nicht schön, wenn der tuned Vordermann zum Ölfass auf dem Track wird, nur weil gepfuscht wurde.

Dann den Hersteller von der Seite kommen … kein Verständnis.

Deine Kritik an der Sicherheit verstehe ich grundsätzlich. Niemand will wegen fehlender Vorbereitung jemanden gefährden. Aber genau deshalb war das Ganze ein Testtag und kein „blind drauf los“.

Bei einem Entwicklungsprojekt geht es darum, Komponenten unter realen Bedingungen zu prüfen, Grenzen zu erkennen, Daten zu sammeln und daraus Maßnahmen abzuleiten. Man kann vorher viel planen, aber ob ein Setup auf einer bestimmten Strecke unter bestimmten Bedingungen funktioniert, zeigt am Ende nur der Test.

Die Serienscheiben und die originale Bremse funktionieren auf anderen Strecken durchaus. In Hockenheim mit hoher Geschwindigkeit, viel Grip und wiederholten harten Bremszonen hat sich gezeigt, dass die thermische Reserve nicht ausreicht. Genau diese Erkenntnis ist jetzt dokumentiert und führt zu den nächsten Maßnahmen: Bremsenkühlung, thermische Entlastung und weitere Anpassungen.

Ja, ich hatte Glück, dass niemand anderes betroffen war. Das bestreite ich nicht. Wenn ich jemanden beschädigt hätte, wäre das meine Verantwortung gewesen.

Was ich aber nicht stehen lasse, ist die Unterstellung von Pfusch oder fehlender Professionalität. Professionalität heißt nicht, dass beim ersten Test alles perfekt ist. Professionalität heißt, kontrolliert zu testen, Fehler offen zu analysieren, daraus zu lernen und das System danach besser zu machen.

Kritik ist völlig okay. Aber der Ton macht den Unterschied. Wir sind hier, um Erfahrungen zu teilen, damit andere daraus lernen. Genau das mache ich.

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Ich habe dir keinen Pfusch unterstellt, sondern fehlendes Verständnis für das Fahrzeug und dem „System“. Viel Erfolg bei deinem Projekt!

Erster Beitrag im Forum und dann so rumpoltern, kommt immer gut an…

Machst du das auf einer Party auch oder in einem Raum fremder Leute?

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Lass ihn. Es wird immer Leute geben, die meinen, es besser zu wissen. Wichtig ist, dass wir alle voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen.

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Wenn auf der Party sich jemand mit Alk abschießt und ins Auto steigt, schaue ich nicht dabei zu. Stimmt :wink: